
Bella Piemonte - Italiens Top-Region für Genießer
Im Piemont gibt es weiße Trüffel, herrliche Rotweine, gewaltige Alpengipfel, satte Kurven, den schönen Lago Maggiore und das Mittelmeer ist auch nicht weit!
Piemont
Strecken-Achsen und fertige Touren mit GPX-Route – alles zum Fahren.
Sechs Runden, jede mit Karte zum Nachfahren.

Im Piemont gibt es weiße Trüffel, herrliche Rotweine, gewaltige Alpengipfel, satte Kurven, den schönen Lago Maggiore und das Mittelmeer ist auch nicht weit!

Wieviel Kurven braucht ein Motorradfahrer? Auf dieser Tour durch die Langhe sollte man wohl lieber die paar Geraden zählen. Alles andere sind Kurven, Kehren und Tornanti!

Die für Motorradfahrer wundervollen Mittelgebirge von Roero, Monferrato und Langhe gelten als die „Gute Stube“ Italiens, wenn es um Gaumenfreuden geht.

Regen trommelt unablässig am Morgen auf die Zeltplane. Vom heißen heimischen Hochsommer bleibt über Nacht kein Sonnenstrahl mehr übrig. Ein

Das Piemont eröffnet Möglichkeiten für alle Motorradfahrer, denn dort finden sich herrliche Straßen für satte Schräglagen, aber auch Abenteuerpisten für Enduristi.

Diese Tour startet im italienischen Susa und folgt zunächst der Straße über den Col du Mont Cenis (2.083 m) nach Lanslebourg (Frankreich).
Etwa 150 bis 190 Kilometer, ein gut gefüllter Tag. Von Saluzzo über Sampeyre und Casteldelfino hinauf nach Pontechianale und weiter zum Colle dell'Agnello (2.744 m), dem höchsten asphaltierten Grenzpass der Alpen – von dort entweder die gleiche Strecke zurück oder hinüber ins französische Queyras. Highlight: die letzten rund zehn Kilometer mit bis zu 15 Prozent Steigung und der Blick auf den Monviso. Einkehr: in Saluzzo mit Tajarin, Haselnussdessert und Barolo, oder in einer Trattoria in Sampeyre.
Etwa 120 bis 160 Kilometer. Aus dem Raum Cuorgnè ins Valle Orco nach Ceresole Reale, dann entlang der Stauseen Lago Serrù und Lago Agnel hinauf zum Colle del Nivolet und auf derselben Strecke zurück, denn der Pass ist eine Sackgasse. Highlight: die spektakulären Serpentinen über den Seen im ältesten Nationalpark Italiens. Wichtig: sommerliches Zufahrtslimit auf der Passstraße, vorab prüfen. Einkehr: an einer der Berghütten am Ceresole-See mit Polenta concia.
Etwa 180 bis 220 Kilometer. Von Cuneo über Borgo San Dalmazzo ins Valle Stura nach Demonte und Vinadio, hinauf zum Colle della Lombarda (2.350 m) an die französische Grenze, zurück und weiter zum Colle della Maddalena (Col de Larche, 1.991 m). Highlight: zwei sehr unterschiedliche Pässe plus die mächtige Festung von Vinadio. Einkehr: in einer Trattoria in Demonte oder Vinadio.
Etwa 130 bis 170 Kilometer, ausdrücklich ein Schotter-Abenteuer. Von Susa über den Colle delle Finestre (2.178 m, die letzten rund acht Kilometer Schotter) auf die rund 34 Kilometer lange Gratstraße Strada dell'Assietta, hinunter nach Sestriere und durchs Val Chisone an der Festung Fenestrelle vorbei zurück. Highlight: eine der höchsten befahrbaren Schotter-Höhenstraßen Europas. Wichtig: Die Wintersperre läuft bis zum 30. Juni – befahrbar ist die Gratstraße nur vom 1. Juli bis 31. Oktober, und im Juli und August ist sie mittwochs und samstags für Kraftfahrzeuge gesperrt; bei Nässe wird der Schotter rutschig. Einkehr: in Sestriere oder Sauze d'Oulx.
Etwa 120 bis 160 Kilometer. Von Saluzzo über Dronero durchs Valle Maira nach Prazzo und Acceglio bis zum Talschluss bei Chiappera und zurück; ein Abstecher über Stroppo oder Elva lohnt. Highlight: das ursprünglichste, ruhigste Alpental der Region mit okzitanischer Prägung und kaum Verkehr. Einkehr: in Acceglio mit regionalen Hofprodukten und Käse aus den Bergdörfern.




Colle dell'Agnello (2.744 m). Der höchste asphaltierte Grenzpass der Alpen verbindet Pontechianale im Val Varaita mit dem französischen Queyras. Die italienische Seite ist die spektakulärere: enge Kehren, die letzten rund zehn Kilometer mit bis zu 15 Prozent Steigung, dazu der Blick auf den Monviso. Mautfrei. Wintersperre etwa von Ende Oktober bis Ende Mai – die genaue Öffnung schwankt jährlich mit der Schneeschmelze.
Colle del Nivolet (rund 2.612 m). Asphaltierte Sackgasse im Nationalpark Gran Paradiso: von Ceresole Reale im Valle Orco über die Stauseen Lago Serrù und Lago Agnel hinauf zum Sattel, berühmt für seine Serpentinen. Mautfrei, aber im Sommer mit mengenbegrenzter, teils kostenpflichtiger Zufahrt – an manchen Sommer-Sonntagen geht es die letzten Kilometer nur per Shuttle weiter. Hinauf und auf gleichem Weg zurück.
Colle della Lombarda (2.350 m). Grenzpass vom Valle Stura (Vinadio) hinüber ins französische Isola mit rund 75 Kehren – eine der kurvenreichsten Auffahrten der Region. Asphaltiert und mautfrei, lässt sich gut mit dem Colle della Maddalena zur Schleife verbinden.
Colle Fauniera / Colle dei Morti (2.481 m). 1999 für den Giro d'Italia asphaltiert, mit Marco-Pantani-Denkmal am Pass. Die Straße ist eng, der Belag teils brüchig, Rampen reichen bis rund 20 Prozent – „asphaltiert" heißt hier nicht „entspannt". Ein Pass für erfahrene Fahrer, der vom Valle Grana ins Valle Stura führt.
Colle delle Finestre (2.178 m) und Strada dell'Assietta. Achtung, Schotter: Der Colle delle Finestre ist von Susa aus die ersten rund zehn Kilometer asphaltiert, die letzten rund acht Kilometer zum Pass sind unbefestigt. Oben schließt die rund 34 Kilometer lange Gratstraße Strada dell'Assietta an, eine fast durchgehend über 2.000 Meter verlaufende Militär-Schotterstraße. Beides ist ausschließlich etwas für Reiseenduros, nicht für Straßentourer; die Assietta ist im Juli und August mittwochs und samstags für Kraftfahrzeuge gesperrt.
Getankt wird im Piemont grundsätzlich in den Tälern, nicht oben am Pass. Auf den Hochstrecken selbst gibt es keine Tankstellen – wer auf 2.500 Metern steht, hat die letzte Säule weit unten im Tal hinter sich. Die Faustregel: vor jeder großen Auffahrt voll machen.

Verlässliche Tankpunkte liegen an den Talorten und entlang der Talautobahnen: Saluzzo und Cuneo im Süden, Susa und Oulx an der A32 im Westen, dazu die Talorte des Valle Stura wie Demonte und Vinadio sowie Ceresole Reale am Eingang ins Gran-Paradiso-Gebiet. Wer eine Stichstraße wie den Colle del Nivolet hinauf- und wieder hinunterfährt, rechnet die gesamte Distanz doppelt – Auffahrt plus Rückweg auf derselben Route.
Dünn wird das Netz in den hinteren Tälern: Im oberen Valle Maira Richtung Acceglio, im Val Varaita hinauf zum Colle dell'Agnello und über die Schotterstrecken von Finestre und Assietta liegen lange Abschnitte ganz ohne Säule. Wer eine Reichweite von rund 150 bis 200 Kilometern bequem fährt, kommt mit einem Vorrats-Stopp im Tal sicher über jede Tagesetappe – kleinere Tanks lieber an jeder größeren Talstation auffüllen, statt auf die nächste Säule am Berg zu hoffen.
Vier Zufahrtsregeln entscheiden im Piemont mit darüber, ob eine geplante Etappe überhaupt fahrbar ist. Wer sie kennt, legt seine Schotter- und Höhentage auf die richtigen Wochentage – und spart sich die Umkehr am Verbotsschild.
Auf der Kammstraße vom Colle delle Finestre über die Assietta Richtung Sestriere gilt in den Hauptsommerwochen an festen Tagen – üblicherweise mittwochs und samstags – ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge. Grund ist der Andrang von Wanderern und Mountainbikern auf der schmalen Piste. Das Verbot wird per Gemeindeverordnung erlassen und betrifft den hochgelegenen Abschnitt der Gratstraße. Praktisch heißt das: den Schottertag auf einen anderen Wochentag legen, dann hat man den Kamm weitgehend für sich.
Die asphaltierte Sackgasse zum Colle del Nivolet oberhalb von Ceresole Reale ist im Hochsommer im oberen Abschnitt ab dem Lago Serrù kontingentiert: an allen Juli-Wochenenden, täglich vom 27. Juli bis 30. August und an den ersten beiden September-Wochenenden. Der Nationalpark lässt an diesen Tagen höchstens 350 Fahrzeuge hinauf, Motorräder ausdrücklich eingeschlossen; nötig ist die vorab gebuchte Nivolet Card für 10 Euro. Wer die berühmten Serpentinen über den Stauseen selbst abfahren will, bucht also rechtzeitig – oder fährt außerhalb dieser Wochen, dann ist die Strecke frei. An drei Veranstaltungstagen im Sommer bleibt die Straße ganz zu; ein kostenloser Shuttle ab Locana fährt an den geregelten Tagen ebenfalls, mit Reservierung.
Die Innenstadt von Turin ist eine Zona Traffico Limitato, deren Zufahrten (varchi) über automatische Kennzeichen-Kameras überwacht werden. Ob Motorräder von der zentralen ZTL ausgenommen sind, regelt die Ausnahmeliste der Stadt und wechselt – im Zeitfenster von 7:30 bis 10:30 Uhr ist die Zone außen herum die sichere Wahl. Aufpassen muss man trotzdem: ausgewiesene Fußgängerzonen (ZTL pedonale) bleiben auch fürs Motorrad tabu, und je nach Zone können zusätzliche Umwelt- und Zufahrtsbeschränkungen greifen. Vor der Einfahrt in die enge Altstadt lohnt der Blick auf die konkrete Zonen-Kennzeichnung, statt sich blind auf die Motorrad-Ausnahme zu verlassen.
Öffnungszeit veraltet, Straße gesperrt, Name falsch geschrieben — schreib es hier rein.
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