
Nivolet, Colle de
Von Courgnè führt eine bis auf das Ende gut ausgebaute und asphaltierte Straße durch das Valle di Loccana bis kurz unter den Colle del Nivolet.
Piemont
Die höchsten und schönsten Pässe der Region – mit Höhe, Streckenlänge und Maut-Hinweisen.

Pass-Tipp im Piemont
In Bardonécchia im Valle di Susa beginnt die nur anfangs asphaltierte, später aber geschotterte Straße hinauf zum Colle Sommeiller. Das Bergsträßchen endet auf einem Hochplateau beim Rif d`Ambin (2991 m) und ist nur Offroadfahrzeugen vorbehalten.

Von Courgnè führt eine bis auf das Ende gut ausgebaute und asphaltierte Straße durch das Valle di Loccana bis kurz unter den Colle del Nivolet.

Zwischen Sampéyre und Château Queyras verläuft diese Passstraße, die zu den höchsten der Alpen gehört und Italien mit Frankreich verbindet. Die Straße ist gut ausgebaut und durchgehend asphaltiert.

Meist gut ausgebaute, landschaftlich abwechslungsreiche und serpentinenreiche Straße vom italienischen Vinádio hinüber ins französische Isola.

Verfallenes Militärsträßchen, einspurig und nur für Offroadfahrzeuge geeignet, beeindruckende Aussicht.

Zwischen Demonte und Canòsio verläuft diese ehemalige Militärstraße über Colle Cologna, Colle Margherina, Colle Bandia und Colle Valcavera. Im Hochbereich ist diese Strecke nur geschottert und bleibt daher Offroadfahrzeugen vorbehalten.

Knapp einen Kilometer östlich von Ponte Mármora weist ein Wegweiser über Elva den Weg zum Colle di Sampeyre. Der bietet zunehmend einen imposanten Blick hinab in eine Schlucht. Spannend sind auch viele in den Fels gehauene Tunnel. Kurz vor Elva folgen dann Serpentinen und man darf eine schöne Aussicht genießen.

Der Colle del Lys, ein Gebirgspass in den italienischen Alpen im Piemont. Die Straße über den Colle del Lys verbindet Viu mit Villar Dora beziehungsweise Rubiana. Die Strecke ist komplett asphaltiert und bietet weite Ausblicke in das Roero Hügelland.

Seitdem die alte geschotterte, aber sehr feste Passstraße vor etlichen Jahren durch den Tendastraßentunnel ersetzt wurde, dient die äußerst kehrenreiche Strecke (Nordseite 18 Kehren, Südseite 48 Kehren) zwischen Tende und Limone nur noch touristischen Zwecken.

Von Villeneuve im Aostatal führt eine gut ausgebaute und durchgehend asphaltierte Straße durch das Val Savarenche bis kurz hinter Pont. Diese Strecke führt dabei über mehrere Kehren durch den "Parco Nazionale del Gran Paradiso" und bietet den ein oder anderen schönen Ausblick auf die umliegenden Berggipfel.

Dieses enge Tal wird durch zahlreiche Tunnel geprägt. Die Fahrt zum Talschluss eröffnet eine schöne Aussicht auf vergletscherte Gipfel. Hinter Rhemes-Notre-Dame beginnt eine vier Kilometer lange und 17 % steile Schotterstrecke nach Thumel, dem Endpunkt.

Zwischen Sestriere und dem Colle del Finestre verläuft die geschotterte Assietta-Kammstraßen, die nur für Offroadfahrzeuge geeignet ist. Sie passiert dabei verschiedene Pässe, wie Colle Basset, Col del Lauson oder Colle d'Assietta.

Von Susa führt eine nicht durchgehend staubfreie Passstraße mit 54 Kehren nach Fenestrelle im Valle del Chisone.

Die Straße über den Colle d' Esische und den Colle dei Morti stellt eine asphaltierte, aber schmale und teilweise etwas holperige Alternativstrecke zur Maira-Stura Kammstraße dar. Die beiden Strecken trennen sich am Colle Valcavera und treffen in Marmora dann wieder zusammen.

Von Fenils im Valle di Susa führt eine alte und äußerst schwierig zu befahrene Militärstraße hinauf zum Mont Chaberton. Mit seinen 70 Serpentinen war er lange Zeit der höchste anfahrbare Punkt in den gesamten Alpen. Der Berg liegt in Frankreich, war aber immer nur von Italien aus zu erreichen.

Zwischen dem Colle di Rossana und dem Colle della Biocca verläuft diese tolle Kammstraße, die dabei Colle Birrone, Bassa d'Ajet, Colle dell Ciabra, Colle di Liretta, Passo Pian Pietro, Colle di Palmascura, Colle di Melle, Colle Rusciera, Colle Rastcias und Colle dell Biocac passiert.

Am Col du Petit-Saint-Bernard kann man einen lohnenden Abstecher auf geschotterter und teils stark ausgewaschener Fahrbahn (nur für Offroadfahrzeuge zu empfehlen) zum Chaz-Dura unternehmen. Oben angekommen lässt sich allerdings das prachtvolle Panorama auf die Mont Blanc Kette, den Grand Combin (4314 m) und weitere…

"Pomatt" wird die Region genannt, die zum Kernbereich dieses nordpiemontesischen Tals gehört. Sie zählt nur 450 Einwohner und wurde einst von schweizer Walsern besiedelt. Bis 1920 war das Pomatt nur per Esel oder zu Fuß erreichbar.
Was das Piemont fahrerisch einzigartig macht, sind nicht die asphaltierten Grenzpässe, sondern die alten Militärpisten, die bis knapp unter 3.000 Meter reichen. Sie lassen sich in drei Schwierigkeitsstufen sortieren – und genau danach richtet sich die Wahl von Motorrad, Reifen und Tagesplan. Wer den Untergrund unterschätzt, steht schnell mit einer straßenbereiften Maschine im losen Geröll.

Einsteigerstufe: Colle delle Finestre. Die engen Serpentinen der Auffahrt sind asphaltiert, erst die Rampe zur Passhöhe wird zu festem Schotter. Der unbefestigte Abschnitt ist kurz und meist gut verdichtet, sodass ein Reiseenduro-Fahrer mit grobstolligem oder zumindest geländetauglichem Reifen ihn bei trockener Lage konzentriert bewältigt. Bei Nässe wird auch dieser Belag rutschig. Der Finestre ist damit die ideale Standortbestimmung, ob Mensch und Maschine für die härteren Pisten taugen.
Mittelstufe: Strada dell'Assietta. Anders als eine kurze Schotterrampe ist sie eine lange, ausgesetzte Kammfahrt: über Dutzende Kilometer hält sie sich um die 2.500 Meter – ohne Tankstelle, ohne Schatten, ohne schnelle Ausfahrt ins Tal. Hier zählt nicht Fahrtechnik allein, sondern Ausdauer und Vorbereitung: voller Tank, Wasser und warme Kleidung, denn in der Höhe schlägt das Wetter rasch um. Grobstollige Reifen und Fahren im Stehen machen die losen Passagen deutlich beherrschbarer.
Königsstufe: Colle Sommeiller und Monte Jafferau. Der Sommeiller oberhalb von Bardonecchia klettert auf annähernd 3.000 Meter zu einem stillgelegten Gletscher-Skigebiet und gilt als eine der höchsten per Motorrad erreichbaren Schotterauffahrten der Alpen. Es ist eine Sackgasse: hinauf und auf derselben Piste wieder hinunter. Der Belag ist grobes, loses Geröll, die Luft dünn, und selbst im Hochsommer bleibt es kalt – Schneefelder können die letzte Rampe bis weit in die Saison hinein sperren. Solche Auffahrten verlangen echtes Gelände-Können und ein leichtes, unbeladenes Motorrad, kein bepacktes Tourenmotorrad.

Befahrbarkeit immer vorab prüfen. Ob diese Pisten offen sind, regeln kommunale Verordnungen, und die Termine verschieben sich jedes Jahr mit der Schneeschmelze. Für den Sommeiller gilt vom 1. Juli bis 30. September: dienstags und donnerstags geschlossen, an den übrigen Tagen von 8.30 bis 18 Uhr, 10 Euro Maut je Fahrzeug – und die nimmt die Kassenhütte oberhalb Rochemolles nur in bar. Eine Strecke, die in einem Jahr sauber befahrbar war, kann im nächsten von Auswaschungen, Steinschlag oder Restschnee unpassierbar sein. Verlässliche Auskunft gibt es nur kurz vorher und vor Ort – der Zustand gehört zwingend vor die Auffahrt, nicht auf gut Glück in die Planung.
Zwischen den Kurven liegt die eigentliche Stärke des Piemont: eine Kette wilder, hoher und stiller Westalpentäler, die sich von der Po-Ebene zu den Dreitausendern hinaufzieht.

Das eindrucksvollste Beispiel ist der Nationalpark Gran Paradiso, der älteste Nationalpark Italiens. In sein piemontesisches Herz führt die asphaltierte Sackgasse zum Colle del Nivolet (rund 2.612 m): von Ceresole Reale im Valle Orco vorbei an den Stauseen Lago Serrù und Lago Agnel über berühmte Serpentinen hinauf zum Sattel. Wichtig: Im Sommer ist die Zufahrt mengenmäßig begrenzt und teils kostenpflichtig, an manchen Sommer-Sonntagen führt die letzte Strecke nur per Shuttle weiter. Die Regelung wird jede Saison neu festgelegt und an den Talzufahrten ausgeschildert.
Ganz anders, aber genauso lohnend ist das Valle Maira südwestlich von Saluzzo: eines der dünnstbesiedelten Gebiete Europas, ein „vergessenes Tal" mit lebendiger okzitanischer Kultur und einer engen, ursprünglichen Sackgassen-Straße fast ohne Verkehr. Hier fährt man langsam, nicht schnell. Das benachbarte Valle Varaita führt hinauf zum Colle dell'Agnello, mit Blick auf den markanten Monviso (3.841 m), den höchsten Berg der Cottischen Alpen.
Die Pausenplätze in dieser Ecke liegen an den Stauseen oberhalb von Ceresole Reale, am Talschluss des Valle Maira bei Acceglio und auf den Passhöhen von Agnello und Lombarda. Alle vier haben denselben Vorteil: Sie liegen hoch genug, dass die Hitze der Ebene dort nicht ankommt, und sie sind auch mittags erträglich, wenn unten die Luft steht.
Öffnungszeit veraltet, Straße gesperrt, Name falsch geschrieben — schreib es hier rein.
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